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"Die spielen Ja Nur?!"- Nützlichkeit des Spiels im Kita-Alltag

Ein Kindergarten ist eine Bildungsinstitution, in der das kindlche Spiel einen besonders hohen Stellenwert hat. Einerseits soll das Spiel freiwillig, selbstständig, zweckfrei und freudvoll sein, andererseits wird gefordert, die „Nützlichkeit“ des Spiels zu begründen.

In der Literatur ist unbestritten, spielen kann viele Fertigkeiten und Fähigkeiten fördern und fordern, z.B.:

 

differenzierte Wahrnehmung
Auffassungsgabe, Gedächtnisleistung
Problemlösungsstrategien, Eigentätigkeit
(senso-)motorisches Können, Geschicklichkeit
Kommunikationsfähigkeit, Sprachvermögen
Regelverständnis, Zusammenhänge, Kausalitäten
Aufmerksamkeit, Konzentration
Kreativität, Phantasie
Vertrauen, Zugehörigkeit
 Usw.

 

Das Spiel, bzw. spielen stellt sich grundsätzlich als universeller Lern- und Förderansatz dar und sollte von den Kindern

ohne pädagogische (Hinter-)Gedanken stattfinden dürfen. Dabei ist allein die Vielfalt der Spiele und Spielformen sehr komplex und differenziert. Es wird z.B. unterschieden zwischen psychomotorisch-sensomotorischen Spielen, Rollen- und Fantasiespielen, Bau-und Konstruktionsspielen oder Regelspielen.

 

Unsere Aufgabe in der Spielbegleitung ist u.a. anregungsreiches Material und ausreichend Zeit zur Verfügung zu stellen, ggf. Anregungen für eine weitere Ausformung des Spiels zu geben, denn lt. einer Studie (von Elschenbroich) bleiben Kinder bei völlig freien Aktivitäten oft unter ihrem tatsächlichen Entwicklungsniveau.

Eingebettet, ergänzend, bzw. zusätzlich zum freien Spiel der Kinder gestalten wir Gruppenkreise, in denen z.B. Lieder gelernt, Geschichten gehört werden, Gespräche statt finden, Sequenzen aus der phonologischen Bewusstheit (frühkindliche Sprachförderung), Englisch, mathematische oder naturwissenschaftlichen Grundbildung mit den Kinder durchgeführt werden. In allen Gruppen finden zudem übers Kita-Jahr unterschiedliche, umfangreiche Projekte statt, die sich in den Gruppen aus unterschiedlichen Situationen heraus entwickeln. Zudem gibt es stets eine Vielzahl von zusätzlichen Angeboten, die für sich stehen.

 

So sind wir der Ansicht, den Kindern umfangreiche Gelegenheiten anzubieten, sie in ihren Möglichkeiten zu fördern und fordern und – sich als junge Kinder angenommen respektiert erleben können.

Quelle:„Die spielen ja nur“, Hans Jürgen Beins/ Simone Cox, Borgmann publishing, Dortmund, 2001

 

 

„Sag ́es mir –

Und ich werde vergessen.

 

Zeige es mir –

Und ich werde mich daran erinnern.

 

Beteilige mich –

Und ich werde verstehen.“

(Lao Tse)

 

 

mit einem lieben Gruß

 WERKSTATT DER GUTEN GEDANKEN

dieses Mal Bärbel Peper & Sandra Warsewicz

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